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Denkt man an regenerative Energien, so drängt sich das Bild der Solarenergie in den Vordergrund. Schließlich kamen wir alle schon einmal mit Solarenergie in Berührung oder haben davon gehört. Und sei es nur am banalen Beispiel des guten, alten Taschenrechners. Die grundsätzliche Idee dahinter scheint so einfach wie brillant: Warum nicht jene Energie, die ohnehin und völlig kostenlos vorliegt, nutzen und in Strom umwandeln? Lange Zeit wurde die Solarenergie von ihren Kritikern belächelt und klein geredet.
Allerdings ergaben Studien (einige davon direkt aus dem Weltraum ausgeführt) verblüffende Erkenntnisse über das große Energiepotential der Solarenergie. So hat sich gezeigt, dass eine großflächige Nutzung von Solarenergie ein 1000 -faches unseres Energiebedarfs decken könnte. Zwar bemängeln Kritiker völlig zurecht, dass die Sonne nun einmal nur tagsüber scheint und dass die Intensität der Sonneneinstrahlung und somit der Energiegewinnung auf der Erde höchst unterschiedlich ist.
So erzielt man in Mitteleuropa etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter und pro Jahr, während man derer in der Sahara mit 2.350 Kilowattstunden bemerkenswert mehr erzielt. Allerdings sehen die Befürworter der Solarenergie Technologie genau an diesem Punkt einen der großen Vorteile. Denn schließlich sind es Gegenden wie die Sahara, in denen die Sonne tagsüber fast immer mit äußerster Intensität scheint und wo der Winter gar keine Rolle spielt. So haben Studien gezeigt, dass man mit Nutzung von gerade einmal 0,3 Prozent der Fläche aller Wüsten in Nahost und Nordafrika genügend Energie gewinnen würde, um den Bedarf eben dieser Regionen und von Europa insgesamt zu decken! Das ist eine absolut bedeutsame und bemerkenswerte Prognose, die sehr gut aufzeigt, wie sträflich Solarenergie im kommerziellen Bereich bisher vernachlässigt wird. Doch allerdings scheint es, dass sich dies bald ändern wird.
Momentan erfreut sich die Solarindustrie breit angelegter Fördergelder und auch im privaten und häuslichen Bereich finden sich immer häufiger Solaranlagen, um beispielsweise die Heizung daraus zu speisen. Des Weiteren liefern Solarkraftwerke schon längst umfangreiche Möglichkeiten, um die thermische Energie der Sonne in Wärme umzuwandeln und unter Hinnahme von wenigen Verlusten abzuspeichern. Somit wird diese auch dann noch weiterhin nutzbar, wenn die Sonne schon längst untergegangen ist und die Nächte kälter und länger werden. Wenn man diese Möglichkeit gedanklich auf jene Regionen der Erde überträgt, wo die Sonne naturgemäß sehr viel häufiger und sehr viel intensiver scheint, dann weiß man um das Potential der Solarenergie. |